Tagesablauf in Peniche

Am 04.08. begann unser Trainingscamp in Portugal.

Voller Vorfreude sind unsere Mitglieder nach Portugal gereist, ob mit Auto oder Flugzeug.
Manche nutzen diese Möglichkeit um auch gleich einen Tag früher anzureisen und sich die schöne Stadt Lissabon anzusehen und sich auch gleich einen Einblick in das portugiesische Nachtleben zu gestatten.

Gesammelt reiste unsere Truppe nach Peniche in die dort gemieteten Räumlichkeiten. Es standen uns genügend sanitäre Einrichtungen zur Verfügung und es gab eine große Gemeinschaftsküche, in der unsere Sportler natürlich die meiste Zeit verbrachten, denn bei hartem Training lässt sich auch gut essen.

Vom ersten Tag an hieß es für unsere Jungs und Mädels früh raus, und ab ins kalte Meer. Denn um 8 Uhr morgens standen 2 Stunden Surfunterricht an. Egal wie müde und kaputt man vom Vortag war, einmal ins salzige Meerwasser getaucht und der Geist ist wieder frisch. Zudem trugen unsere Teilnehmer einen Neoprenanzug. So wurde es garnicht kalt im Atlantik und es war problemlos möglich, 2 Stunden oder länger in stürmischen Wellen zu verbringen und zu surfen.
Direkt nach dem Surfkurs ging es mit den Trainern an den Sanstrand für die erste Trainingseinheit. Die Trainer wechselten sich ab, mal übernahm Tom das Training, mal Sven Kirsten, ehemaliger Sensei von Tom, und mal Kru Carlos, ein sehr erfahrener Muay Thai Lehrer aus Peniche. Jeder Trainer führte unsere Sportler mit seinem eigenen Stil und brachte sie auf ihre individuelle weise and die Belastungsgrenze. Sei es durch lockeres technisches Muay Thai Training oder Kraft-Ausdauertraining im atlantischen Ozean.

An diese intensive Morgenroutine anschließend hatten unsere Athleten eine wohlverdiente Mittagspause. Diese wurde meist damit verbracht, gemeinsam zu kochen, sich zu sonnen und auszuruhen. Dies war auch dringend notwendig, da am Abend die zweite Trainingseinheit folgte.
Hier wurde vorwiegend an der Schrittarbeit der Boxer und Kickboxer gearbeitet. Besonders im Sand lässt sich eine präzise Beinarbeit vertiefen. Nach guten eineinhalb bis zwei Stunden präzisionsarbeit waren unsere Kämpfer erlöst für den Abend. Bis zum Sonnenuntergang wurden die Reserven wieder aufgefüllt, der Sandstrand genossen, Planungen für den Abend oder den darauffolgenden Tag gemacht oder auf eigene Faust gesurft. Je mehr die Sonne unterging, umso leichter viel das Surfen, da das Meer nurnoch von wenigen mutigen Surfern herausgefordert wurde.
Nach Sonnenuntergang gab es noch die möglichkeit den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen, ein gemeinsames BBQ zu veranstalten oder das Nachtleben an verschiedenen Strandclubs unsicher zu machen. Jedoch durfte man es hier nicht übertreiben, sonst konnte man dies ganz schnell bereuen, denn um 8 Uhr morgens hieß es wieder ab ins Meer!

Persönliche Einblicke aus Baleal Beach

Um die Erfahrungen, Vorstellungen und Ziele aus diesem Trainingscamp zu vertiefen haben wir 3 Fragen an unterschiedliche Teilnehmer des Trainingslagers gestellt.
Gianluca, Teilnehmer aus dem Buddhistischen Tempel.
Sven, ehemaliger Sensei von Tom und Trainer für das Camp
Sensei Tom, Veranstalter und Leiter des Trainingscamps in Portugal

 

Gianluca, was hat dich davon überzeugt nach Portugal mitzugehen, und was waren deine Erwartungen?

Gianluca: „Ich wurde durch eine mir nahestehende Person motiviert, meinen Horizont zu erweitern und neue Grenzen auszutesten. Bei einem persönlichen Gespräch mit Sensei Tom im Buddhistischen Tempel, kam es dann zu der Entscheidung mit nach Portugal in das Trainingslager zu gehen.
Ich habe mich der Heruasforderung bewusst gestellt, physisch meinen Körper auszulasten, ein neues Land kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln.“

Wie war dein erster Eindruck als du im Trainingscamp angekommen bist?

Gianluca: „Mein erster Impuls war an das Meer zu gehen und mir das Rauschen anzuhören. Die Blaue See zu sehen und die salzige luft zu atmen. Dies hat einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen, der sich durch das gesamte Trainingscamp gezogen hat.

Welche Aktivität hat dich im Trainingscamp am meisten erfüllt?

Gianluca: „ Für mich war selbstverständlich das Training und das Surfen anstrengend und fordernd, jedoch hat es mir am meisten gefallen, Mittags in der Gemeinschaft Essen zuzubereiten, gemeinsam am Tisch zu sitzen, essen, Kaffee trinken und das harmonische Zusammenleben zu genießen.“


Sven, wie war deine Einstellung zu einem Trainingscamp am Strand, verbunden mit Surfen?

Sven: „Die Idee und das Angebot von Training am Strand in Verbindung mit Surfunterricht war sehr gut. Allerding muss hartes Training in Verbindung mit surfen zeitlich in einem angemessenen Rahmen angepasst werden. Am besten Abends, als Ausgleich und cool-down für den Geist.“

Wie hat sich die Meerluft und der Sandstrand auf das Training ausgewirkt?

Sven: „Für den Körper war die Meerluft sehr positiv, der Sauerstoffgehalt war auch deutlich höher als in einer Trainingshalle.
Der Sand ist natürlich für die Beine sehr anstrengend, was allerdings sehr gut für die Kraftentwicklung der Beine und für den Gleichgewichtssinn ist.“

Welche Vorteile werden die Athleten durch dieses Trainingscamp nutzen können?

Sven: „Allgemein betrachtet bringt das Trainingscamp allen Teilnehmern natürlich einen neuen Input für zukünftige Trainingseinheiten.
Ich denke, dass jeder ganz individuell seine positiven Punkte aus dem Trainingscamp ziehen wird und ich hoffe, dass ich einen Teil dazu beitragen konnte.“

Sensei Tom, was hat dich dazu gebracht ein Trainingslager in Portugal zu veranstalten und das Training mit dem Meer zu kombinieren?
Tom: „Ich denke es ist wichtig für die Sportler der kommenden Generation die Natur näher zu bringen, da viele nurnoch den Stadtalltag gewohnt sind. Dazu kommt, dass sie eine Balance finden können zwischen ihrem Körper und ihrem Geist.“

Welche Vorteile siehst du für die Athleten durch die Kombination von Kampfsport und Surfen?
Tom: „Wichtig ist hier für die Athleten, Angstkontrolle zu lernen. Es ist nicht leicht sich mit der Kraft des Meeres auseinanderzusetzen und dabei Spaß zu haben. Jedoch ist der Erfolg hier ein einzigartiges und erstrebenswertes Gefühl. Dies lässt sich auch sehr gut auf Kampfsport übertragen.

Was erwartest du von den Sportlern die an deinem Trainingscamp teilnehmen? Und was lernen sie dort alles bei dir?

Tom: „Ich erwarte von meinen Sportlern, dass sie eine koordinative Verbesserung in ihrer Tages- und Trainingsstruktur erfahren und lernen, den Kampfsport aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Sie lernen Kampfsport wie es sich gehört, und wie es die alten Meister stets versucht haben zu lehren.“

 

 

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